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Bericht und Foto v. Josef Heisl, sl, N.r 2464
Ein Vierteljahrhundert Fischerkameradschaft „Zum Goldenen Steig“
Mitglieder der ersten Stunde geehrt – Lob für ausgezeichnete Jugendarbeit
Von Josef Heisl
Salzweg Im Kreise der „Fischerfamilie“ feierte die Fischerkameradschaft „Zum Goldenen Steig“, Salzweg und Umgebung, ihren 25. Geburtstag. Bürgermeister Horst Wipplinger bezeichnete die Fischer als stetige Mahner für saubere Gewässer und damit als aktive Naturschützer.
Im Vereinsheim am Zandersee konnte Vorstand Manfred König fast alle Mitglieder der ersten Stunde, Ehrengäste und viele Fischerkameraden begrüßen. „206 Erwachsene und 41 Kinder und Jugendliche gehören unserem Verein an“, teilte König den Anwesenden mit. Aus einer Weihergemeinschaft habe sich 1986 unter Gründungsvorstand Peter Mittermeier der Verein entwickelt. In der Folge seien Gewässer gepachtet und gekauft worden, als erstes der Zandersee. Im Jahre 1999 sei das Grundstück des heutigen Bichlwaldweihers dazu gekommen, der heute als Aufzuchtweiher dient.
Die größte Herausforderung stellte aber der Bau des Vereinsheimes dar. Auch gegen Widerstände wurde das Werk durch ein überaus großes Engagement der Mitglieder und mit Unterstützung durch den Bürgermeister und die Mehrheit des Gemeinderates durchgezogen. Heute stehe ein Haus mit Räumlichkeiten zur Geräteaufbewahrung und zur Schulung vor allem des Nachwuchses zur Verfügung.
Gerade die Jugendarbeit sei oberstes Ziel der Fischerkameradschaft. „Wir vermitteln Naturverbundenheit und die Fähigkeit zu Ruhe und Konzentration“, erklärte der Vorsitzende. Die Früchte dieser Arbeit sehe man darin, dass Mitglieder der Vorstandschaft ebenso aus der eigenen Jugend kämen, wie der jetzige Jugendleiter Tobias Heisl. Deshalb werden wir diese Entwicklung auch weiterhin nach Kräften unterstützen. Das gelte auch für die Beschulung in der Vorbereitung auf die Fischerprüfung, durch die bereits über 2 500 angehende Fischer gegangen seien.
Über Umweltschutz werde bei den Fischern nicht nur gesprochen, er werde auch praktiziert. Durch die Hege und Pflege der Gewässer, ihrer Uferstreifen, der Böschungen, die man naturbelassen habe, sowie den Erhalt der Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten betreibe man aktiv den Schutz der Umwelt. Dieses vielfältige Engagement sei durch den Besuch des damaligen Präsidenten des Bayerischen Fischereiverbandes Eberhard Roese honoriert worden. Der Präsident, der 2010 leider verstorben ist, habe sich begeistert von den Leistungen der Kameradschaft gezeigt und vor allem die Beschulung und die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde besonders gewürdigt, denn letzteres sei nicht überall so.
„Der Verein ist trotz der großen Aufwendungen schuldenfrei“, stellte König zum Abschluss fest und lobte die Mitglieder und die Menschen, die im Verein arbeiten als größtes Kapital der Fischerkameradschaft. „Der Verein steht in voller Blüte da“, stellte Bürgermeister Horst Wipplinger in seinem Grußwort fest. Er habe deshalb einen echten Grund zum Feiern. Wipplinger dankte den Gründern und allen die heute in der Führung anpacken. Die ertragreichste Ernte sei bei der Jugendarbeit erkennbar. Fischen könne man nicht nur aus Büchern lernen, es gelte auch die Erfahrungen an den Nachwuchs weiter zu geben. Der Bürgermeister bedauerte, dass durch viele Räuber, wie den Fischotter, schon das biologische Gleichgewicht gestört sei. Doch die Parole müsse heißen, nie aufzugeben. Als Dank übergab er am Schluss das Gemeindewappen.
In einer eindrucksvollen Präsentation von 2. Vorstand Erich Komma wurden die 25 Jahre den Gästen noch einmal mit Bildern und Zeitungsausschnitten vergegenwärtigt. Als Vorstände bestimmten Peter Mittermeier, Gerhard Müller, Franz Schinkinger, Dietmar Reimelt und aktuell Manfred König das Vereinsgeschehen mit. Anschließend wurden 13 Fischer für 10 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Für 25 Jahre wurden die Mitglieder besonders geehrt, die ab dem Gründungsjahr der Kameradschaft angehörten: Manfred Bruckmüller, Josef Brunner, Barbara und Herbert Fiedler, Ernst Gortan, Ludmilla Kaspar, Centa und Franz Kinateder, Christian Knon, Dieter Kollmannsberger, Erich Komma,Gerhard Krejsa, Heinz Mandl, Willi Neiß, Georg Nigl sen., Franz Nigl, Reinhard Ortmeier, Dieter Roßgoderer, Wolfgang Stiepani und Manfred Stoiber.
Bild: Bürgermeister Horst Wipplinger und Vorstand Manfred König (steh.v.re.) ehrten die anwesenden Mitglieder der ersten Stunde für 25 Jahre Vereinstreue. (Foto Heisl)
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